Förderschwerpunkt geistige Entwicklung: Arbeitsmarktintegration durch gezielte Berufsorientierung

Behinderung | Tafel mit Schriftzug Inklusion (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Behinderung |Tafel mit Schriftzug Inklusion (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Arbeitsmarktintegration durch gezielte Berufsorientierung wird generell ein großes Thema der Zukunft sein. Denn was liegt näher, potenzielle Arbeitskräfte passgenau und zielgerichtet in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren? Eine Zielgruppe hier, Menschen mit Kombinationen aus körperlichen und geistigen Behinderungen, haben es oft besonders schwer, Anschluss im ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Gezielte Berufsorientierung statt ab in die Werkstatt!

Wer eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besucht, erwirbt formell keinen Schulabschluss. Der Weg nach der Schule und die bisherige gezielte Berufsorientierung führt oft direkt in die Werkstatt für behinderte Menschen. Mehr Integration in den Arbeitsmarkt für Schülerinnen und Schüler mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung bietet hier mit einer Erfolgsquote von 27 Prozent ein gemeinsames Projekt zur Berufsorientierung. Es vermittelt Teilnehmende mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in ein Berufsleben auch außerhalb der Werkstätten für Menschen mit Behinderungen.

Erfolgsquoten, wo sonst keiner ran will!

Durch gezielte Berufsorientierung konnten in den Jahren 2020 und 2021 von insgesamt 377 betreuten Jugendlichen rund 102 junge Männer und Frauen z. B. in eine Betriebsausbildung, in ein Berufsvorbereitungsjahr, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Kooperationspartner des Projektes sind das Kultusministerium, das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Bundesagentur für Arbeit und der Kommunale Sozialverband Sachsen.

Interessen und Fähigkeiten der Schüler stehen im Mittelpunkt

Denn das ist wichtig, um ihr Potenzial für den allgemeinen Arbeitsmarkt zu nutzen und den passenden Arbeitsplatz zu finden. Dafür braucht es eine intensive Beratung und ein gutes Netzwerk. Für die Maßnahmen der dreijährigen Berufsorientierung stehen rund 220.000 Euro (für diese drei Jahre) zur Verfügung. Die intensive Berufsorientierung erfolgt in den letzten drei Schuljahren, um den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben vorzubereiten. Dieser Prozess wird durch den Integrationsfachdienst unterstützt. Er koordiniert in enger Abstimmung mit den Förderschulen, den Schülerinnen und Schülern, Eltern, Arbeitgebern und weiteren Prozesspartnern die Maßnahmen und begleitet den Weg ins spätere Berufsleben. Vor allem die Stärken und Interessen der Jugendlichen werden hierbei analysiert und gezielt genutzt.

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