Der aktuelle Monat im Grassimuseum Leipzig

Dauerausstellung Australien (c) GRASSI MVL

Dauerausstellung Australien (c) GRASSI MVL

Wer sind diese Deutschen, von denen in ethnologischen Museen zwar Hinweise wie Feuerlöscher, Absperrkordeln oder Objekttexte zu finden sind, deren materielle Zeugnisse es aber nicht in die Vitrinen geschafft haben? Welche Erzählungen, Mythen und Geschichten verbergen sich hinter den Dingen, die wir jeden Tag nutzen? Ist es die bloße Reduzierung auf ihren Gebrauchswert oder erzählen diese Objekte viel mehr über unsere Gesellschaft, als wir zunächst vermuten? Die Ausstellung German Dream: Ütopien aus den Reihenhäusern (17.5. – 11.8.2019) begibt sich auf die Spuren „dieser Deutschen“ und versucht, anhand von Alltagsgegenständen die gesellschaftlichen Verhaltensweisen und Gebräuche nachzuzeichnen.

Termine im August 2019

  • 11.08. / 15:00 – 18:00 / EINTRITT FREI | FINISSAGE „GERMAN DREAM“ & „WOMAN TO GO“
    15-18:00: Doppelkopf in der Ausstellung, DJane Menerva Umay, Live-Speaker, Drinks und Gespräche in den Ausstellungen.
    16:00: Rundgang durch die Sonderausstellung „Woman to Go“ mit der Künstlerin Mathilde ter Hejne und der Kuratorin Stefanie Bach
    17:00: Vergraben der Zeitkapsel der Ausstellung „The German Dream“ im II. Innenhof
  • 13.08. – 16.08. / 10:00 – 15:00 / WOCHENKURS / 6 € MIT / 9 € OHNE FERIENPASS
    Sommerferienspiele: REISELUST – In der Welt zuhause! Wir reisen gemeinsam um die Welt und nehmen viele Eindrücke mit. Diese nutzen wir um ein selbst gebundenes Reisetagebuch zu befüllen. Mit verschiedenen Techniken verleihen wir unseren Gefühlen und Gedanken Ausdruck: u.a. Linoldruck, Collagen und Fotografie. Ab 7 Jahre. Anmeldung erforderlich via Besucherservice@skd.museum
  • 16.08. – 18.08. / 10:00 – 18:00 | GRASSI UNTERWEGS: FESTIVAL OHNE GRENZEN im WERK II EINTRITT FREI

Ausstellungen im Grassi Museum

  • Woman to Go – Das Persönliche und Unpersönliche in Repräsentation und Präsentation: 17.5. – 11.8.2019 Die Installation „Woman to Go“ der niederländischen Künstlerin Mathilde ter Heijne ist zugleich Langzeitprojekt und veränderliches Archiv. Ter Heijne verknüpft darin Porträtfotografien unbekannter Frauen mit Biografien von Frauen, die bekannt und einflussreich waren, mittlerweile aber längst vergessen sind. Die weiblichen Biografien erzählen von Schicksalen und Handlungsmacht in einer Zeit, in der Männer vorherrschten und Frauen nicht das Recht hatten, wählen zu gehen oder Eigentum zu besitzen. Die Künstlerin setzt die Biographien und Fotografien in Form von Postkarten miteinander in Bezug. Die Postkarten können von Besucher*innen mitgenommen werden und sollen neue Perspektiven auf Erinnerungskultur und Geschichtsschreibung eröffnen. Für die Sonderausstellung im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig griff die Künstlerin auch auf Material aus dem Fotoarchiv des Museums zurück.
  • German Dream: Ütopien aus den Reihenhäusern: 17.5. – 11.8.2019 Wer sind diese Deutschen, von denen in ethnologischen Museen zwar Hinweise wie Feuerlöscher, Absperrkordeln oder Objekttexte zu finden sind, deren materielle Zeugnisse es aber nicht in die Vitrinen geschafft haben? Welche Erzählungen, Mythen und Geschichten verbergen sich hinter den Dingen, die wir jeden Tag nutzen? Ist es die bloße Reduzierung auf ihren Gebrauchswert oder erzählen diese Objekte viel mehr über unsere Gesellschaft, als wir zunächst vermuten? Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren „dieser Deutschen“ und versucht, anhand von Alltagsgegenständen die gesellschaftlichen Verhaltensweisen und Gebräuche nachzuzeichnen. Sie lenkt nicht nur einen ironischen Blick auf ein in der Tat vergessenes Thema der Selbstreflektion, sondern zeigt das Eigene als etwas immer wieder neu zu entdeckendes Fremdes auf. „German Dream“ gibt im Jahr der Landtagswahl in Sachsen auch aktuelle Ein- und Ausblicke: Welche Träume haben diese Deutschen? Welche Zukunft hat eine Gemeinschaft, in der immer mehr Menschen eine Alternative für Deutschland suchen? Wie können die Deutschen lieben im Zeitalter der Cloud?
  • IN DER DAUERAUSSTELLUNG / SEIT 2018: Werkstatt-Prolog Alle Museumsobjekte haben eine eigene Geschichte und sind auf unterschiedlichsten Wegen bis ins Grassi gelangt. Sie erzählen nicht nur von Ritualen oder Religionen, sondern auch von kolonialen Kriegen, Konflikten, Begegnungen, entstandener Leere und von uns selbst. Die bisherigen Konzepte ethnologischer Museen europaweit werden zunehmend in Frage gestellt, wie aktuelle Debatten zeigen In der Werkstatt Prolog können Besucher*innen mehr über Kolonialismus, Fremdheit, Identität, Rassismus und Restitution erfahren. Eine Werkstatt, die einlädt zum Mitmachen, spielerischen Lernen, aber auch zum Nachdenken. Für Jung und Alt.

Kontakt:

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen (SES)
Johannisplatz 5–11, 04103 Leipzig

Telefon: 0341/97 31-900
Fax: 0341/97 31-909
mvl-grassimuseum@ses.museum
http://www.grassimuseum.de/

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 10–18 Uhr
Eintritt-Ausstellungen: 8/6 €; am 1. Mittwoch im Monat ist der Eintritt frei; bis 16 Jahre frei

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