Clara und Oskar sind 2019 beliebte Vornamen in Leipzig

beliebte Vornamen in Leipzig (c) pixabay.de

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Die Rangliste der beliebtesten Vornamen des vergangenen Jahres führen – im Clara-Schumann-Jubiläumsjahr – Clara, Emma und Charlotte an; bei den Jungsnamen waren es Oskar, Emil und Karl. Dies geht aus der Bilanz des Standesamtes für das Jahr 2019 hervor, die Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning jetzt gemeinsam mit Amtsleiter Uwe Bernhardt vorgestellt hat. Demnach schwächt sich der Trend zum Zweit- und Drittnamen leicht ab, rund 38 Prozent der Kinder bekamen mehrere Namen, im Jahr 2018 waren es noch 40 Prozent. Die Leipziger Standesbeamten konnten im vergangenen Jahr alle Vornamenswünsche der Eltern erfüllen.

In den Leipziger Krankenhäusern sind 2019 insgesamt 7.051 Kinder geboren, darunter 3.666 Jungen und 3.384 Mädchen. Der Geschlechtseintrag „divers“ – seit dem 22. Dezember 2018 ist diese Angabe im Personenregister möglich – wurde bei der Beurkundung jedoch nicht vergeben. Das erste Kind des Jahres 2019 kam am 1. Januar um 0.37 Uhr zur Welt und war ein kleiner Junge, das letzte Baby am 31. Dezember um 18.58 Uhr und war ein Mädchen.

Statistik zu Eheschließungen

Die Standesbeamten haben im vergangenen Jahr 2.131 Ehen geschlossen, das waren etwas weniger als im Jahr 2018 mit 2.203 Hochzeiten. Davon waren insgesamt 144 Ehepaare gleichgeschlechtlich, weitere 43 Lebenspartnerschaften wurden zudem in Ehen umgewandelt. „Nach den kontinuierlich steigenden Hochzeitszahlen der vergangenen Jahre stagnierte diese Zahl im Jahr 2019 erstmals. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Verwaltungsaufwand pro Ehepaar steigt, etwa wenn die Staatsangehörigkeit eines Ehepartners nicht deutsch ist“, so Amtsleiter Uwe Bernhardt. Die Favoriten bei den Eheschließungen mit ausländischen Staatsangehörigen sind die russische, syrische und britische Herkunft, gefolgt von der ukrainischen und italienischen.

Handelsbörse Leipzig (c) lapping / pixabay.de.jpg
Handelsbörse Leipzig (c) lapping / pixabay.de.jpg

Die beliebtesten Trauorte der Leipziger waren 2019 das Gohliser Schlösschen, der Ratsplenarsaal sowie die Kasematten und die Handelsbörse. Standesamtliche Trauungen im Gohliser Schlösschen sind in diesem Jahr leider nicht möglich. Mit dem Herrenhaus Möckern bietet die Stadt aber in diesem Jahr eine neue exklusive Trauungs-Location an: Im barocken Spiegelsaal im ersten Obergeschoss haben bis zu 70 Gäste Platz, für einen barrierefreien Zugang ist gesorgt.

Trotz hoher Auslastung der jeweiligen Trauorte ist auch Heiraten für Kurzentschlossene in Leipzig möglich: Freie Termine gibt es etwa noch im Februar und März. Der Eheschließungskalender mit Informationen zu freien Terminen der verschiedenen Trauorte ist online einsehbar. Für das Herrenhaus Möckern können jeweils am dritten Freitag des Monats vier Termine vergeben werden.

Das Standesamt Leipzig ist digital

Seit Ende des Jahres 2019 ist es zudem möglich, für eine Vielzahl verschiedener Leistungen des Standesamtes online Termine zu vereinbaren. Sie können sechs Wochen im Voraus reserviert werden. Der Zugang zur Terminvereinbarung erfolgt über www.leipzig.de/standesamt. Leipzigs Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning sagt: „Mit einem breiter aufgestellten digitalen Informations- und Verwaltungsangebot tritt das Leipziger Standesamt den Beweis an, dass Digitalisierung auch in rechtlich sensiblen Bereichen möglich ist. Bürgerinnen und Bürger werden künftig mehr und mehr Verwaltungsleistungen digital nachfragen können.“

Statistik zu Beliebte Vorname ist nur eine Aufgabe des Standesamtes Leipzig

Darüber hinaus wurden 2019 in Leipzig 7.536 Sterbefälle beurkundet, darunter 3.837 Männer und 3.698 Frauen. 187 davon hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit, in 49 Fällen konnte die Identität der Toten nicht nachgewiesen werden. Zu beachten ist hier, dass die Fallzahlen des Standesamtes von denen des Amtes für Statistik und Wahlen abweichen, da letzteres nur in Leipzig wohnhafte Personen statistisch erfasst. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Amtes haben im vergangenen Jahr zudem 78.420 Urkunden ausgestellt, 3.039 Namensänderungen vorgenommen und 130 Adoptionen sowie 2.032 Kirchenaustritte beurkundet.

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